Nachschlagewerk

Handbuch

Alles über Wetter AI – die öffentlichen Seiten und das Kunden-Portal, Schritt für Schritt und laienverständlich erklärt. Nutzen Sie die Suche, um schnell zum passenden Abschnitt zu springen. Alle Uhrzeiten in diesem Handbuch sind Ortszeit (Europe/Berlin).

Inhalt
  1. Die öffentliche Warnlage
  2. Karte im Zeitverlauf
  3. Zell-Alarm: Gewitterzellen live
  4. Winterdienst & Glätte
  5. Modellvergleich & eigene Orte
  6. Reisegebiete & Urlaubs-Wache
  7. Kunden-Portal
  8. Mein Zugang: was kostenlos bleibt
  9. Konto, Anmeldung & Mitteilungen
  10. Zuverlässigkeit, Quellen & Grenzen
  11. Häufige Fragen
  12. Kontakt & Beta-Test
Keine Treffer. Bitte anderen Suchbegriff versuchen oder das Suchfeld leeren.

1 · Die öffentliche Warnlage

Worum geht es?

Die öffentliche Warnlage (/warnung) zeigt die aktuelle Unwetterlage für Südostbayern, Salzburg und Tirol – Gewitter, Starkregen, Dauerregen, Sturm, Schnee und Hochwasser. Sie ist frei zugänglich, ohne Anmeldung.

Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Wetter-App: Sie sehen nicht eine Vorhersage, sondern wie einig sich zwölf Wettermodelle sind. Daran erkennen Sie, wie sicher eine Lage ist. Dazu werten wir das Radar selbst aus und zeigen die amtlich erkannten Gewitterzellen des Deutschen Wetterdienstes.

Diese Seite ist eine private Zusatzinformation und keine amtliche Warnung. Amtlich warnen der DWD und die GeoSphere Austria – deren Warnungen zeigen wir direkt daneben.

Die vier Reiter: Jetzt · Verlauf · Karte · Mehr

Die Warnseite ist in vier Reiter geteilt; am Handy liegen sie als Leiste am unteren Bildschirmrand in Daumenreichweite.

  • Jetzt: die Antwort in einem Satz – was gerade läuft und was heute noch zu erwarten ist, dazu die Kennzahlen (aktuelle Warnstufe, aktive amtliche Zellen, kritischste Stunde) und die Warnmeldung im Klartext.
  • Verlauf: der Stundenverlauf der nächsten 48 Stunden (höchste Gefahr je Stunde), die kommenden Tage und ein Ausblick über zehn Tage.
  • Karte: die Warnkarte mit Zeitraum- und Gefahrenwahl, Radar und amtlichen Zellen.
  • Mehr: alles Weitere – amtliche Warnungen von DWD und GeoSphere, Pegel und Hochwasser, Warn-Mitteilungen einschalten, Reisegebiete, Urlaubs-Wache, Trefferquote, Systemzustand und der KI-Meteorologe.

Ihr Ort: Beim ersten Besuch fragt die Seite genau eine Sache – Ihren Ort. Danach steht ganz oben, ob bei Ihnen etwas ansteht und ab wann. Wer keinen Ort angeben möchte, sieht die Lage der ganzen Region; ein Zwang besteht nicht. Der Ort bleibt auf Ihrem Gerät.

Die vier Warnstufen und ihre Farben

Die eingefärbte Fläche zeigt die höchste Warnstufe im gewählten Zeitraum. Je kräftiger die Farbe, desto größer die Gefahr.

Dieselben Farben gelten auf allen Karten und Zeitleisten. Eine Gewitterzelle kann die Warnstufe eigenständig anheben: Großhagel oder eine erkannte Rotation heben auf mindestens Stufe 3, Hagel auf mindestens Stufe 2 – unabhängig davon, wie viel Regen fällt.

Zeitraum und Gefahren filtern

Zeitraum wählen: Mit den Schaltern AKTUELL TAGESGEFAHR MORGEN stellen Sie ein, welchen Zeitraum die Warnflächen abdecken – was gerade läuft, den ganzen heutigen Tag oder den morgigen.

Gefahr filtern: Mit ALLE GEWITTER REGEN STURM blenden Sie gezielt nur die Gefahrenart ein, die Sie interessiert.

Ort antippen: Tippen Sie irgendwo auf die Karte – Sie erhalten die Lage für diesen Punkt.

Die Tagesgefahr steht: Sie deckt den ganzen Tag ab und wird sofort angehoben, wenn es ernster wird; heruntergestuft wird erst, wenn die Lage zwei Stunden am Stück ruhig bleibt. Damit ist sie eine Tagesaussage und nicht eine zweite Anzeige der Momentanlage.

So lesen Sie die Karte: Schleier, Fläche, weiße Raute
  • Blasser Farbschleier: Hier sehen die Modelle ein Signal, auch an einzelnen, verstreuten Stellen. Das ist ein Hinweis, noch keine Warnung.
  • Umrandete Fläche mit Stufe: Hier ist ein zusammenhängendes Gebiet betroffen. Das ist die eigentliche Warnung – gezeigt wird die höchste Stufe im gewählten Zeitraum.
  • Weiße Raute: Hier ist gerade wirklich eine Radarzelle gemessen worden – die Warnstufe beruht an dieser Stelle also auf Beobachtung und nicht nur auf der Vorhersage. Antippen zeigt Regenrate und Blitzzahl.
  • „Stufe 3 · eng“: Geht eine schwere Warnstufe von einem einzigen, eng begrenzten Gebiet aus, wird sie als deutlich markierter Punkt eingezeichnet – statt eine Fläche vorzutäuschen, die es nicht gibt.
Radar live und die Radar-Quellen

Der Schalter RADAR LIVE blendet das echte Niederschlagsradar ein. Die Quelle ist umschaltbar:

  • DWD (Deutschland): das hochauflösende Radarverbundbild des Deutschen Wetterdienstes.
  • Alpen/Italien: ein europäisches Radar-Verbundbild (EUMETNET OPERA), scharf bis über den Alpenkamm.
  • Global: weltweites Radar (RainViewer) für Gebiete außerhalb der nationalen Radare.

Das Radarbild aktualisiert sich etwa alle 5 Minuten und zeigt jeweils seinen Stand an. Ist ein Radarbild älter als 30 Minuten, gilt es nicht mehr als Beobachtung – dann entscheidet die Vorhersage allein, statt eine Messung vorzutäuschen.

Der runde Knopf unten rechts: Meine Orte, Zellen, Warnfarben

Auf der Karte liegt unten rechts ein runder Knopf mit Ebenen-Symbol. Ein Tipp fächert die Karten-Werkzeuge auf, ein weiterer Tipp klappt sie wieder ein:

  • 📍 Meine Orte – Ihre gespeicherten Orte mit Ankunftszeit einer zuziehenden Zelle (siehe unten).
  • ⛈️ Zellen – die amtlich erkannten Gewitterzellen des DWD (KONRAD3D) mit ihrer Zugbahn, also wohin sie ziehen. Hagel ist markiert (inklusive Hinweis auf Großhagel), eine erkannte Rotation (Mesozyklone) mit einem ⟳ – beides nur, wenn der DWD es tatsächlich meldet.
  • 🎨 Warnfarben – nimmt kurz das farbige Warnfeld weg, damit die amtlichen Zellen klar sichtbar werden.

Zieht eine Zelle auf einen Ihrer Orte zu, färbt sich der runde Knopf rot und pulst – damit die Warnung auch im eingeklappten Zustand sichtbar ist.

„Meine Orte“ mit Ankunftszeit (ETA)

Unter 📍 Meine Orte speichern Sie Ihre wichtigen Orte – Zuhause, Arbeit, Verein, Grundstück. Zieht eine erkannte Gewitterzelle darauf zu, sehen Sie auf einen Blick:

  • Ankunftszeit (ETA): in wie vielen Minuten die Zelle Ihren Ort voraussichtlich erreicht, samt Zugrichtung und Tempo.
  • Was kommt: ob Hagel oder Rotation im Spiel ist, damit Sie die Lage einschätzen können.

Diese Orte werden auf Ihrem Gerät gespeichert und erreichen unseren Server nicht. Nur wenn Sie es ausdrücklich einschalten, wird die Liste mit Ihrem Konto abgeglichen, damit sie auf einem zweiten Gerät wieder da ist.

Der KI-Meteorologe auf der Warnseite

Im Reiter Mehr können Sie eine Frage in eigenen Worten stellen: „Wann kommt das Gewitter zu mir?“, „Welche Gefahr droht an meinem Ort?“, „Warum warnt ihr dort?“. Die Antwort entsteht aus unserer aktuellen Datenlage. Braucht die Frage einen Ort, fragt die Seite danach – per Standortfreigabe oder Eintippen.

Grenzen: Der KI-Meteorologe kann zeitweise nicht erreichbar sein; dann steht das da. Bei sicherheitsrelevanten Fragen erscheint ein deutlicher Hinweis: Entscheidungen wie Absage oder Räumung treffen Sie bitte nicht allein nach dieser Auskunft – maßgeblich sind die amtlichen Warnungen und die Verantwortlichen vor Ort.

2 · Karte im Zeitverlauf

Wofür brauche ich das?

Die normale Warnkarte beantwortet „ist heute etwas?“. Die Karte im Zeitverlauf (/karte) beantwortet „wann?“ – Stunde für Stunde, zum Durchspielen. Zu finden über das Menü oder über den Knopf ◷ Zeitverlauf an der Karte der Warnseite.

Die Karten liegen fertig gerechnet bereit. Deshalb geht das Umschalten zwischen den Stunden ohne Warten – anders als auf der Warnseite, wo die Fläche im Browser gezeichnet wird.

Die Zeitleiste unten – wann wird es ernst?

Das Herzstück der Seite ist die Leiste am unteren Rand. Jede Stunde ist ein Streifen und trägt ihre höchste Warnstufe zweifach: als Farbe und als Balkenhöhe. Sie sehen also, wann es ernst wird, bevor Sie irgendwo hinklicken.

  • Antippen springt zu dieser Stunde; die aktuelle Stunde ist umrandet.
  • Abspielen ▶ läuft durch alle Stunden. Am Rechner geht das auch mit den Pfeiltasten (vor/zurück) und der Leertaste (abspielen/anhalten).
  • Lücken werden sichtbar gemacht: Fehlen zwischen zwei Streifen Stunden, steht dort ein gestrichelter Bruch – sonst läse sich eine Nacht ohne Warnung wie eine durchgehende Verschärfung.
  • Oben steht die Antwort zusätzlich in einem Satz, zum Beispiel „Höchste Stufe 2 heute gegen 17:00 Uhr“.

Beim Öffnen springt die Karte auf die nächste Stunde, in der tatsächlich etwas zu sehen ist – sonst startete man bei einer ruhigen Stunde und hielte die Karte für leer.

Ebenen, Deckkraft und Regionen

Über den Knopf ▤ oben rechts:

  • Ebenen: alle Gefahren zusammen oder jede einzeln – Gewitter, Starkregen, Dauerregen, Wind, Schnee, Hochwasser. Eine Ebene, in der gerade nichts gewarnt ist, wird als „ruhig“ gekennzeichnet und nicht versteckt. Wer „Schnee“ sucht und den Punkt nicht findet, denkt, die Karte könne kein Schnee; wer ihn findet und „ruhig“ liest, weiß Bescheid.
  • Deckkraft: ein Regler zwischen „mehr Gelände sehen“ und „Warnung deutlicher sehen“. Die Einstellung bleibt gespeichert.
  • Region: Heimatgebiet (Südostbayern, Salzburg und Tirol), Norditalien und kroatische Adria. Die Wahl bleibt gespeichert.

Der Knopf ? daneben zeigt die Legende – dieselben Farben wie auf der Warnseite.

Die Reisegebiete werden bewusst etwas gröber gezeichnet und halbstündlich erneuert, das Heimatgebiet feiner und häufiger. Der Grund steht offen dabei: In voller Auflösung hätte allein Norditalien jeden Durchgang um ein Vielfaches verlängert – auf demselben Rechner, der gleichzeitig warnen soll. Für die Frage „wird es dort morgen ungemütlich?“ reicht die gröbere Karte; die Warnung hat Vorrang.

Wenn die Karte einmal nicht da ist

Liegen keine Karten vor, zeigen wir keine leere Karte mit leerer Zeitleiste, sondern schreiben hin, dass sie gerade nicht verfügbar ist – mit dem ausdrücklichen Satz: Das ist keine Entwarnung. Eine leere Karte liest sich wie „keine Gefahr“, und das wäre eine Aussage, die wir gar nicht getroffen haben. Die gültige Warnlage steht dann weiter auf der Warnseite.

3 · Zell-Alarm: Gewitterzellen live

Wofür brauche ich das?

Wenn ein Gewitter unterwegs ist, zählt nicht mehr die Region, sondern diese eine Zelle: Wohin zieht sie, wird sie stärker, wann ist sie bei mir? Genau dafür gibt es den Zell-Alarm (/zellalarm), erreichbar auch über den Knopf ⚡ Zell-Alarm an der Karte der Warnseite.

Gezeigt werden die amtlich erkannten Gewitterzellen des DWD (KONRAD3D) auf dem Radarbild, dazu unsere eigene Auswertung.

Radar-Zeitraffer: abspielen statt raten

Ein Standbild sagt, wo es regnet – erst die Reihe sagt, wohin es zieht und ob es stärker wird. Beim Radar können Sie deshalb zwischen Jetzt (Standbild) und ▶ Zeitraffer wählen.

  • Bedienung: abspielen, anhalten, oder mit dem Regler von Hand durch die letzten Stunden gehen. Die Uhrzeit des gezeigten Bildes steht darunter, dazu, wie alt es ist.
  • Radarlücken werden als Lücken gezeigt. Fehlen Bilder, ist das im Regler markiert, und beim Abspielen wird der Sprung abgebremst – damit eine Datenlücke nicht wie eine schnelle Bewegung aussieht.
  • Es läuft nichts von selbst los: Der Zeitraffer steht zunächst auf dem jüngsten Bild.
  • Gibt es keine Bilderreihe, erscheint keine leere Leiste, sondern der Grund dafür.
Zugbahn mit Zeitmarken

Die Zugbahn einer Zelle trägt Zeitmarken: +15, +30, +45 und +60 Minuten, jeweils mit Uhrzeit. Sie stammen aus den amtlichen Prognosepunkten des DWD.

Über deren Ende hinaus wird nichts erfunden. Wo sich die Beschriftungen überlappen würden, bleibt nur der Strich stehen. Und: Eine Zugbahn ist eine Kurzfrist-Prognose – Zellen können drehen, auffrischen oder zerfallen. Die Zeiten sind Näherungen, keine Zusage.

Blitz-Zähler mit Richtung

Je Zelle steht die Zahl der Blitze der letzten zehn Minuten im Umkreis von rund 15 km – und ob sie zunimmt oder nachlässt. Eine steigende Blitzrate ist das früheste Zeichen für ein sich verschärfendes Gewitter, oft bevor man am Radarbild etwas sieht.

Verglichen wird mit einer eigenen, mindestens zehn Minuten alten Zählung. Solange diese Vergleichszählung fehlt, steht auch das da – statt eine Richtung zu behaupten, die noch niemand gemessen hat.

Ebenen-Regler: was auf der Karte liegt

Ein einziger Regler steuert alle Karten-Ebenen, ausklappbar statt als Fenster – damit die Karte beim Umschalten sichtbar bleibt:

  • Radar – gemessener Regen, wahlweise als Standbild oder Zeitraffer.
  • Zellen – die amtlichen DWD-Gewitterzellen.
  • Zugbahn – mit den Zeitmarken +15/+30/+45/+60.
  • Blitze – Zahl je Zelle.
  • Sturzflut – gefährdete Flächen als Hinweis. Entscheidend für eine Sturzflut ist nicht nur, wie stark eine Zelle regnet, sondern wie langsam sie zieht: Eine Zelle, die kaum vorankommt, lädt ihre ganze Wassermenge über einem Ort ab.

Ihre Auswahl bleibt gespeichert.

Intensität ist nicht Warnstufe

Der wichtigste Lesehinweis dieser Seite: Die Intensität einer Radarzelle (0–4) ist nicht die Warnstufe Ihrer Region. Die Zellintensität beschreibt diese eine Zelle, die Warnstufe beschreibt ein Gebiet über einen Zeitraum. Warnseite und Zell-Alarm benutzen dabei dieselbe Zählregel, damit dieselbe Zelle nicht auf zwei Seiten verschieden aussieht.

4 · Winterdienst & Glätte

Wofür brauche ich das?

Bauhof, Streudienst, Hausmeister, Landwirt – und jeder, der wissen will, ob morgen früh der Weg glatt ist: Die Seite Winterdienst (/winterdienst) beantwortet eine einzige Frage, nämlich „muss ich heute Nacht raus?“.

Gezeigt wird der Glätte-Ausblick für die nächsten 36 Stunden: wann es glatt wird, wie lange es dauert, welche Art Glätte droht – und, das Entscheidende um drei Uhr nachts, wie einig sich die Wettermodelle sind.

Die vier Arten von Glätte

Sie werden getrennt ausgewiesen, weil sie verschieden gefährlich sind. Jede Art hat eine eigene Farbe und eine eigene Form – damit der Zeitstrahl auch nachts, bei Farbsehschwäche oder ausgedruckt lesbar bleibt.

  • ◆ Gefrierender Regen: die gefährlichste Art. Regen fällt auf gefrorenen Boden und wird sofort zu Eis – oft ohne Vorwarnung und flächig auf einmal. Streugut wirkt hier am langsamsten.
  • ▲ Schneeglätte: Schnee fällt auf kalten Boden und wird festgefahren. Kündigt sich meist an und ist gut räumbar; der Aufwand steckt in Menge und Dauer.
  • ● Überfrierende Nässe: Die Fahrbahn ist nass, die Temperatur fällt unter null. Tückisch ist die Ungleichheit – Brücken, Waldstücke und Senken frieren deutlich früher.
  • ■ Reifglätte: die häufigste Art. Feuchte Luft, klare Nacht, der Boden kühlt aus. Meist harmlos, in den frühen Morgenstunden aber punktuell glatt.
„x von y Modellen“ – und warum das die eigentliche Aussage ist

Wir rechnen nicht mit einer Vorhersage, sondern mit allen verfügbaren Modellen und sagen Ihnen, wie viele davon dieselbe Stunde als glatt sehen. Im Zeitstrahl zeigt das die Balkenhöhe: ein voller Balken heißt „alle“.

Elf von elf ist eine Entscheidung, drei von elf ist ein Grund, wach zu bleiben und später erneut zu schauen. Diesen Unterschied verschweigen wir nicht – bei einer Entscheidung um drei Uhr nachts ist er wichtiger als die Stunde selbst.

Ort wählen – und was der Ausblick nicht kann

Ihr Ort: Zur Auswahl stehen der Ort, den Sie auf der Warnlage festgelegt haben, und die im Modellvergleich gemerkten Orte. Haben Sie noch keinen Ort gespeichert, rechnen wir für die Mitte der Region und schreiben das dazu. Diese Seite liest die Orte nur – sie ändert nichts daran.

Was fehlt, steht als fehlend da: Angaben wie Temperatur, Taupunkt oder Bodentemperatur liefert unsere Glätte-Auswertung derzeit nicht mit; sie werden ausdrücklich als fehlend gekennzeichnet statt geschätzt. Kommen sie später dazu, erscheinen sie von selbst.

Grenzen: Der Ausblick ist ein Hinweis für den Winterdienst, keine amtliche Warnung und kein Ersatz für die eigene Streckenkontrolle. Glätte ist kleinräumig: Eine Brücke kann glatt sein, während die Straße daneben nass ist.

Winterdienst im Kunden-Portal (Reiter „Winter“)

Betriebe finden dieselbe Frage im Kunden-Portal als Arbeitswerkzeug für den Streudienst – im Reiter Winter:

  • Die Entscheidung zuerst: ganz oben ein Satz – ausrücken oder nicht, ab wann, welche Glätteart, wie einig sich die Modelle sind.
  • 36-Stunden-Zeitstrahl für jeden Ihrer gespeicherten Standorte, umschaltbar über die Standort-Auswahl.
  • Zahlen oder Kurve: Stunde für Stunde wahlweise als Tabelle oder als Kurve, dazu „Groß darstellen“ für den vollen Bildschirm. Die Wahl merkt sich das Gerät.
  • Quittung als Nachweis: gesehen / im Einsatz / erledigt / Fehlalarm – mit Name und Uhrzeit. Damit wird aus der Entscheidung ein Nachweis, den Sie vorlegen können.

Die Farben der vier Glättearten sind im Portal dieselben wie auf der öffentlichen Seite – zwei Paletten für dasselbe Produkt hießen zweimal lernen, was eine Farbe bedeutet.

5 · Modellvergleich & eigene Orte

Wofür brauche ich das?

Wenn eine Entscheidung ansteht – Fest, Baustelle, Fahrt, Ernte –, ist die wichtigste Frage nicht „was sagt das Wetter?“, sondern „wie belastbar ist die Aussage?“. Der Modellvergleich (/modelle) zeigt genau das: zwölf Wettermodelle für einen Ort, nebeneinander und ungeglättet.

Eng beieinander heißt: man kann sich darauf stützen. Weit auseinander heißt: noch weiß es niemand genau.

Drei Ansichten: Konsens, jedes Modell, Ensemble
  • Konsens (die Voreinstellung): alle zwölf Modelle als Fächer – eine Mittellinie mit Streubändern.
  • Jedes Modell: dieselben zwölf Modelle als einzelne Linien. Jedes lässt sich an- und abwählen; der Konsens rechnet dann nur noch mit den ausgewählten.
  • Ensemble: etwas anderes – ein Modell rechnet dieselbe Lage viele Male durch, jedes Mal mit minimal verändertem Startwetter. Die zwölf Modelle beantworten „wer sagt was?“, das Ensemble „wie empfindlich ist diese eine Rechnung?“. Sind die Ensemble-Läufe gerade nicht verfügbar, sagt die Ansicht das offen, statt Zahlen zu zeigen, die wir nicht haben.

Wichtig zur Einordnung: Die Bänder zeigen eine Spanne, keine Wahrscheinlichkeit. Es sind zwölf unabhängige Modelle verschiedener Wetterdienste.

Ort, Werte, Zeitraum
  • Ortssuche: Ortsname oder Postleitzahl eintippen, Vorschlag antippen, fertig. Der Ort, den Sie für Ihre Warnung gewählt haben, ist bereits voreingestellt.
  • Werte: Temperatur, Taupunkt, gefühlte Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag, Neuschnee, Regenwahrscheinlichkeit, Bewölkung, Luftdruck, Wind, Böen, Gewitterenergie, Nullgradgrenze und weitere – mehrere lassen sich übereinanderlegen. Fertige Zusammenstellungen gibt es auf einen Klick.
  • Zeitraum: 3, 7 oder 14 Tage.
  • Über jedem Diagramm steht ein Satz im Klartext, was es bedeutet – man muss nichts herauslesen. Der gewählte Zustand steht in der Adresszeile, ein Diagramm lässt sich also einfach weiterschicken.
Eigene Orte merken (Arbeitsplatz, Schule, Oma)

Mit + Diesen Ort merken geben Sie einem Ort einen Namen, den Sie verstehen – Arbeitsplatz, Schule, Oma. Danach genügt ein Tipp auf den Namen. Bis zu zwölf Orte, jederzeit wieder entfernbar.

Im Suchfeld steht weiterhin der echte Ortsname, Ihr eigener Name in der Zeile darunter – sonst hätte die nächste Suche nach „Arbeitsplatz“ ins Leere gegriffen. Dieselben Orte stehen auch auf der Winterdienst-Seite zur Auswahl.

Die Liste bleibt auf Ihrem Gerät. Wo jemand arbeitet, wo seine Kinder zur Schule gehen und wo seine Mutter wohnt, ist mehr, als ein Wetterdienst wissen muss. Nur wenn Sie „Auf meinen Geräten abgleichen“ ausdrücklich einschalten, wird die Liste an Ihrem Konto gespeichert; eine geleerte Liste löscht sie dort wieder.

6 · Reisegebiete & Urlaubs-Wache

Unwetterlage für Urlaubsregionen

Neben Südostbayern & Salzburg zeigt Wetter AI die Unwetterlage auch für beliebte Urlaubsziele: Norditalien & Gardasee und die Kroatische Adria & Istrien. Die Seite Reisewetter (/regionwarnung) zeigt je Region unseren eigenen Mehrmodell-Konsens (unsere Karte, nicht amtlich) und daneben die amtlichen Warnungen der Länder – auf Deutsch übersetzt und kurz zusammengefasst.

Dieselben Gebiete gibt es auch als Karte im Zeitverlauf (Kapitel 2), dort etwas gröber gezeichnet.

Diese Regionen sind neu: Die Trefferquoten-Historie ist noch im Aufbau, alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich bleiben die amtlichen Warnungen – Italien: Protezione Civile bzw. regionale Allerta, Kroatien: DHMZ.

Urlaubs-Wache: tägliches Briefing per E-Mail

Mit der Urlaubs-Wache (/urlaub) behalten wir das Wetter an Ihrem Urlaubsort für Sie im Blick. So funktioniert es:

  • Anmelden: Urlaubsort suchen, Reisezeitraum (von / bis) und E-Mail-Adresse eintragen. Der Ort muss in einer abgedeckten Region liegen (Norditalien, Kroatische Adria oder Südostbayern, Salzburg und Tirol) – sonst weisen wir freundlich darauf hin.
  • Bestätigen: Sie erhalten eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst nach dem Klick startet die Wache (Double-Opt-in).
  • Tägliches Briefing: An jedem Tag Ihres Zeitraums bekommen Sie morgens eine kurze, verständliche Einschätzung der Wettergefahr für heute und morgen.
  • Warn-Mail: Zeichnet sich für den Tag eine Unwetterlage ab, kommt zusätzlich eine auffällige Warn-Mail.
  • Abmelden: Jede Mail enthält unten einen Abmelde-Link. Ein Klick löscht Ihre Daten sofort.

Ob die Urlaubs-Wache für Ihren Zugang offensteht, sagt Ihnen Mein Zugang (/module); die aktuellen Konditionen stehen auf /kaufen. Ihre Angaben (Ort, Zeitraum, E-Mail) nutzen wir ausschließlich für die Wache und geben sie nicht weiter. Sie ist eine private Zusatzinformation und ohne Gewähr – im Ernstfall gelten die amtlichen Warnungen der Länder.

7 · Kunden-Portal

Anmeldung und Aufbau

Das Kunden-Portal (/portal) ist der geschützte Bereich für Gemeinden, Bauhöfe, Feuerwehren, Veranstalter und Betriebe. Sie melden sich mit Ihrem persönlichen Kundenzugang an, den Sie per Einladungs-Link erhalten. Zur Anmeldung für den Beta-Test geht es über /beta.

Das Portal ist in sechs Reiter geteilt – alles liegt an einem Ort, es gibt kein Springen zwischen Seiten mehr:

  • Lage – Karte, Standorte, Veranstaltungen, Wetterlage im Detail.
  • Regen – Regenmengen in Zahlen (siehe unten).
  • Winter – Glätte-Ausblick über 36 Stunden (Kapitel 4).
  • Modelle – der Modellvergleich, eingebettet (Kapitel 5).
  • Alarme – Alarm-Historie, Quittungen, Nachweis-Rückblick.
  • Einstellungen – Benachrichtigungen, Logo, Anbindungen & API, Rückmeldung.

Was ansteht, steht oben: Zieht eine Gewitterzelle auf einen Ihrer Standorte zu, erscheint das als Streifen über allen Reitern – mit mitlaufendem Countdown und der Angabe, was droht. Ist nichts unterwegs, ist der Streifen restlos weg. Überwacht werden Ihre Standorte und Veranstaltungen am Veranstaltungstag.

Reiter „Lage“: Karte, Standorte, Stundenverlauf

Lagekarte: Ihre Standorte, das Gewitter-Potenzial der nächsten Stunden als Fläche, die amtlichen Gewitterzellen mit ihrer Zugbahn und auf Wunsch das Radarbild.

Standorte anlegen und entfernen: mit Name, Lage (Ortssuche) und Warnradius in Kilometern. Wie viele Standorte möglich sind, hängt von Ihrem Paket ab. Standorte lassen sich jederzeit wieder entfernen.

Ein Standort führt alles: Ein Klick auf einen Standort oder auf seine Marke in der Karte schaltet Überschrift, Aussagesatz, Zeitachse, Messwerte und Kartenausschnitt gemeinsam um. Beim Start ist der Standort vorgewählt, an dem gerade am meisten los ist; sobald Sie selbst wählen, bleibt Ihre Wahl – auch nach dem nächsten Auffrischen.

Wetterlage im Detail: die nächsten Stunden je Standort, die kommenden Tage, auffällige Pegel, die Trefferquote und der eingebettete Zell-Alarm. Alles nur zum Mitlesen – einstellen lässt sich dort nichts, Ihre Alarme bleiben davon unberührt.

Reiter „Regen“: Regenmengen in Zahlen

Drei Fragen in der Reihenfolge, in der man sie stellt. Hier stehen Mengen, keine Warnstufen – deshalb kommt in diesem Reiter bewusst keine Warnstufen-Farbe vor.

  • Was ist schon gefallen? Aus unserer eigenen Radar-Auswertung, als zusammenhängendes Ereignis: „seit 16:20, 23 mm, regnet noch“. Eine Pause unter 45 Minuten trennt nicht – ein kurzes Luftholen zwischen zwei Schauern beendet das Gewitter ja auch nicht.
  • Was kommt? Die erwartete Regenmenge für 1, 3, 6, 12, 24, 48 und 72 Stunden, aus allen Modellen. Angezeigt wird nicht nur der mittlere Wert, sondern die Spanne und wie viele Modelle überhaupt Regen sehen. 12 mm bei einer Spanne von 8 bis 15 ist eine Ansage; 12 mm bei einer Spanne von 0 bis 40 ist ein Würfelwurf. Genau dieser Unterschied entscheidet, ob man ein Fest absagt.
  • Was bekommt der Fluss noch? Wie viel Regen oberhalb Ihrer Pegel unterwegs ist. Der Pegelstand selbst ist immer eine Nachricht von gestern; diese Ansicht zeigt, was noch kommt.

Eine Gewitterzelle, die kaum vorankommt, lädt ihre ganze Wassermenge über einem Ort ab – das ist der Weg zur Sturzflut. Diese Gefahr wird gesondert bewertet; im Zell-Alarm lässt sie sich als eigene Ebene einblenden.

Jede Menge sagt, was sie bedeutet – gemessen an den amtlichen Warnkriterien des DWD für Stark- und Dauerregen, also an denselben Schwellen, nach denen auch gewarnt wird, und nicht an einer von uns erfundenen Skala. Es steht dann zum Beispiel „Viel — über der amtlichen Warnschwelle für Dauerregen“ oder „Spürbar, aber unter der amtlichen Warnschwelle“. Wo es keinen amtlichen Maßstab für ein Zeitfenster gibt, steht nichts.

Ehrlich zum Einzugsgebiet: Wir haben keine hydrologischen Einzugsgebietsgrenzen. Wir nähern über das Höhenmodell an – was oberhalb des Pegels liegt, im Umkreis von 25 km – und schreiben das an jeder Stelle dazu. Wo nichts messbar ist, steht „nicht messbar“ und keine Null. Liegt einmal nur ein einziges Modell vor, wird auch das gekennzeichnet.

Pegel: Meldestufen, eigene Auswahl, Sicherung

Im Bereich Wasser & Pegel stehen die amtlichen Pegel Ihrer Region: Wasserstand, Tendenz und – wo die Behörde eine Vorhersage liefert – die erwartete Meldestufe. Quellen sind die amtlichen Messnetze (WSV/PEGELONLINE, HND und GKD Bayern, GeoSphere Austria), ergänzt um lokale Sensorik.

  • Pegel auswählen: Im Aufklapper 💧 Pegel auswählen suchen Sie nach Name oder Gewässer; die nächstgelegenen zu Ihren Standorten stehen mit Entfernung obenan. Ausgewählte Pegel sehen Sie ab dann immer – auch wenn dort gerade nichts los ist.
  • Die Sicherung: Erreicht ein Pegel eine Meldestufe, den Sie nicht ausgewählt haben, erscheint er trotzdem – deutlich abgesetzt als „Außerhalb Ihrer Auswahl“. Eine Auswahl darf bestimmen, was Sie sehen wollen, aber nie verstecken, was Sie wissen müssen.
  • Meldestufen sind die amtlichen Schwellen der Pegelbehörden. Wir zeigen sie mit, weil Starkregen und steigende Pegel oft zusammenfallen.

Die Pegel-Auswahl gilt nur auf diesem Gerät und ändert nichts an Ihrer Alarmierung.

Alarm-Einstellungen je Standort

Für jeden Standort stellen Sie individuell ein, wann alarmiert wird:

  • Mindest-Warnstufe: ab welcher Stufe (1–4) ein Alarm ausgelöst wird.
  • Hagel und Rotation: separat zuschaltbar, damit auch diese Gefahren extra melden.
  • Ruhezeiten: Zeitfenster (zum Beispiel nachts), in denen wir uns zurückhalten. Ab Stufe 3 wird trotz Ruhezeit alarmiert, damit wirklich gefährliche Lagen nie unterdrückt werden.

Eigene Schwellen und Ruhezeiten sind nicht in jedem Paket enthalten; ist Ihr Paket dafür nicht freigeschaltet, sehen Sie die Einstellungen, können sie aber nicht speichern – und das Portal sagt es Ihnen im Klartext.

Veranstaltungen und Briefings

Tragen Sie Veranstaltungen mit Name, Datum, Uhrzeit (von–bis) und Ort ein.

  • Vorschau im Portal: Ab etwa zwei Wochen vor dem Termin zeigt das Portal eine Gefahren-Vorschau für den Veranstaltungsort, die zum Termin hin immer genauer wird.
  • Briefings per E-Mail: eine Woche vorher (T-7), zwei Tage vorher (T-2) und am Veranstaltungstag selbst.
  • Am Tag selbst wird der Ort live überwacht: Zieht eine amtlich erkannte Unwetterzelle auf, alarmieren wir automatisch über Ihre hinterlegten Kanäle.
Alarme quittieren – aus der Liste wird ein Nachweis

Ein Alarm war früher ein Ereignis ohne Antwort; bei mehreren Leuten im Betrieb rückten womöglich zwei aus oder keiner. Jeder Alarm lässt sich deshalb quittieren:

  • Gesehen · Im Einsatz · Erledigt · Fehlalarm – jeweils mit Name, Uhrzeit und optionaler Notiz.
  • Was in den letzten 24 Stunden noch offen ist, fällt sofort auf.
  • Im Betrieb sieht so jeder, dass sich schon jemand kümmert – und aus der Alarmliste wird ein Nachweis, den Sie vorlegen können.

Alarm-Historie und Nachweis-Rückblick: Im Reiter Alarme sehen Sie die Alarme der letzten zwei Monate – wann, für welchen Standort und aus welchem Grund – dazu einen Rückblick für Dokumentation und Haftung, auch als CSV-Datei für Excel. Alle Zeiten stehen in Ortszeit.

Die Quittungen werden getrennt vom fortlaufenden Alarm-Protokoll geführt: Ein Nachweis, in dem man nachträglich Zeilen umschreiben kann, ist keiner.

Zahlen oder Graphen – Sie wählen

Wo im Portal Stundenwerte stehen, gibt es den Umschalter Zahlen / Graph (derzeit im Reiter Winter). Die Wahl gilt für das ganze Gerät und bleibt über das Neuladen hinweg erhalten. Mit „Groß darstellen“ füllt eine Kurve den ganzen Bildschirm; die Zurück-Geste schließt sie wieder, ohne die App zu verlassen.

In diesen Kurven kommen bewusst keine Warnstufen-Farben vor: Auf diesen Achsen stehen Messwerte und Mengen. Wer eine Kurve in Warnrot zeichnet, behauptet eine Warnung, die niemand ausgesprochen hat. Ausnahme sind ausdrückliche Schwellenlinien, etwa Meldestufen eines Pegels.

Benachrichtigungen, Logo, Monatsbericht

Benachrichtigungs-Adressen: Im Reiter Einstellungen hinterlegen Sie die E-Mail-Adressen (bis zu zehn), an die Standort- und Veranstaltungs-Alarme sowie der Monatsbericht gehen.

Push auf dieses Gerät: zusätzlich als Mitteilung direkt aufs Handy, mit einem Knopf „Probe-Push“ zum sofortigen Prüfen. Auf iPhone und iPad muss die Seite dafür als App gespeichert sein (siehe Kapitel 9).

Probealarm – kommt der Alarm wirklich an? Im selben Reiter sitzt der Knopf „Probealarm auslösen“. Er schickt eine Probe über alle für Sie eingerichteten Wege gleichzeitig: E-Mail, Push, ntfy und Webhook. Danach steht für jeden Weg einzeln da, ob er die Meldung angenommen hat – und wenn nicht, woran es lag. Die Probe ist überall deutlich als Probe gekennzeichnet und wird nicht in Ihren Nachweis aufgenommen, verfälscht Ihre Bilanz also nicht. Aus Rücksicht auf Ihre Postfächer geht höchstens alle fünf Minuten eine Probe hinaus. Unser Rat: nach jeder Änderung an Adressen, Geräten oder der Webhook-Adresse einmal drücken – und vor der Saison einmal mit der Mannschaft, die nachts geweckt werden soll.

Ihr Logo: PNG oder JPG bis 300 KB – es erscheint oben im Portal neben Ihrem Namen.

Monatsbericht: einmal im Monat eine Zusammenfassung der Lage und der Alarme für Ihre Standorte (nicht in jedem Paket enthalten).

Rückmeldung: Fehler melden, Idee einbringen oder loben – der Knopf sitzt im selben Reiter. Wir lesen jede Rückmeldung.

Anbindungen & API (für Ihre IT)

Im Portal-Abschnitt „Anbindungen & API“ binden Sie Wetter AI an eigene Systeme an. Alle Schnittstellen nutzen Ihren persönlichen API-Schlüssel (Token) – bitte geheim halten; die Erneuerung übernehmen wir auf Anfrage.

  • Aktuelle Lage und letzte Alarme Ihrer Standorte als Datenliste (JSON) – für die Weiterverarbeitung im eigenen System.
  • Alarme als CSV – öffnet direkt in Excel (mit deutscher Kopfzeile).
  • Punkt-Prognose je Standort: heute und morgen (Warnstufe und Hauptgefahr) sowie ein 10-Tage-Ausblick.
  • Kalender-Abo (iCal): Kalender-Adresse aus dem Portal kopieren und in Outlook oder Google Kalender unter „Kalender abonnieren / Per URL abonnieren“ einfügen – Ihre Veranstaltungen erscheinen dann automatisch und aktualisieren sich selbst.
  • Website-Widget: ein fertiger Code-Schnipsel (im Portal zum Kopieren, mit Live-Vorschau) zeigt auf Ihrer eigenen Website live das heutige Wetterrisiko als kleinen Badge.
  • Webhook: Hinterlegen Sie eine https://-Adresse, dann meldet Wetter AI jeden Standort-Alarm zusätzlich automatisch als Nachricht (HTTP-POST) an Ihr System – etwa an eine Leitstellen-Software oder einen Chat-Kanal. Mit „Probe senden“ prüfen Sie die Zustellung sofort.
Was das Portal kostet

Für Betriebe und Gemeinden gibt es mehrere Pakete. Sie unterscheiden sich darin, wie viele Standorte und wie viele Benutzer möglich sind, wie viele Veranstaltungen im Jahr überwacht werden und ob eigene Alarm-Schwellen und der Monatsbericht dazugehören.

Die aktuellen Pakete, Preise und Laufzeiten stehen auf der Seite Pakete für Betriebe und Gemeinden (/kaufen?art=portal). Sie ist ohne Anmeldung erreichbar und nimmt die Zahlen aus demselben Stand, mit dem auch Kasse und Rechnung rechnen. Deshalb steht hier bewusst keine Zahl: Eine zweite Preisliste im Handbuch wäre irgendwann die falsche.

Welches Paket für Sie gilt, sehen Sie im Portal; was Sie brauchen, klären wir gern im Gespräch. Gekündigt wird über /kuendigen.

8 · Mein Zugang: was kostenlos bleibt

Die Warnung selbst kostet nie etwas

Auf der Seite Mein Zugang (/module) steht, welche Funktionen Ihnen offenstehen. Der Grundsatz dahinter ist einfach und gilt fest:

Kostenlos bleiben immer: die Warnlage der Region, die Karte, die amtlichen Warnungen, ein Ort mit Mitteilung und der Hinweis auf eine Gewitterzelle, die auf diesen Ort zuzieht. Das ist die Warnung selbst – ein Unwetterhinweis hinter einer Bezahlschranke wäre nicht nur heikel, er würde genau das Vertrauen zerstören, von dem der Dienst lebt.

Bezahlt wird für Komfort, Tiefe und Werkzeug – für die Fachtiefe neben der Warnung, für mehrere Orte statt einem, für Werkzeuge wie die Urlaubs-Wache oder die Winterdienst-Seite. Dieses Handbuch zählt die Bausteine bewusst nicht auf: Der Umfang wächst, und eine Liste hier wäre irgendwann die veraltete.

Die vollständige Liste steht auf Mein Zugang (/module) – mit dem Satz, was ohne Kauf frei bleibt, und dem echten Zustand für Ihren Zugang. Die Seite liest ihn aus dem laufenden Stand, statt ihn zu behaupten.

Die Preise nennt die Kaufseite, nicht dieses Handbuch: /kaufen?art=privat für den persönlichen Zugang, /kaufen?art=portal für Betriebe und Gemeinden. Dieselbe Seite sagt Ihnen auch, ob ein Kauf gerade möglich ist.

9 · Konto, Anmeldung & Mitteilungen

Passwort und E-Mail verwalten

Unter Konto ändern Sie Ihr Passwort und hinterlegen bzw. ändern Ihre E-Mail-Adresse. Die E-Mail-Adresse wird für das Zurücksetzen des Passworts benötigt – hinterlegen Sie sie daher am besten gleich. Ein Passwort muss mindestens 8 Zeichen lang sein und Buchstaben und Ziffern enthalten.

Passwort vergessen

Haben Sie Ihr Passwort vergessen, nutzen Sie auf der Anmeldeseite den Link „Passwort vergessen“. Wir schicken einen Zurücksetz-Link an die im Konto hinterlegte E-Mail-Adresse (1 Stunde gültig, einmalig verwendbar). Ohne hinterlegte Adresse wenden Sie sich bitte an den Betreiber – er kann Ihnen ein neues Passwort zuschicken.

Als App speichern (iPhone, Android, Rechner)

Sie können Wetter AI wie eine App auf den Startbildschirm legen – mit eigenem Symbol, im Vollbild, ohne Adresszeile, und es funktioniert auch bei schlechtem Netz.

  • iPhone / iPad (Safari): Seite /warnung öffnen → auf das Teilen-Symbol (Quadrat mit Pfeil nach oben) tippen → nach unten wischen → „Zum Home-Bildschirm“ → mit „Hinzufügen“ bestätigen. In Chrome oder Firefox gibt es das auf dem iPhone nicht.
  • Android (Chrome): Menü ⋮ oben rechts → „App installieren“ bzw. „Zum Startbildschirm hinzufügen“ → bestätigen.
  • Rechner: Chrome und Edge zeigen rechts in der Adresszeile ein Installieren-Symbol; Safari am Mac: Ablage → Zum Dock hinzufügen.

Auf der Hilfeseite und im Portal gibt es dazu einen Knopf, der die Schritte für Ihr Gerät anzeigt.

Push-Benachrichtigungen: wann kommt etwas – und wann nicht

Sie können Warnungen als echte Mitteilung direkt auf Ihr Gerät bekommen – ohne zusätzliche App.

iOS-Besonderheit: Apple erlaubt Web-Push nur in der installierten App. Solange Sie die Seite im Safari-Tab öffnen, erscheint der Aktivieren-Knopf nicht – installieren Sie sie zuerst wie oben beschrieben.

Öffentlicher Warn-Push: Auf der Warnseite unter „Mehr“ aktivieren Sie den Warn-Push der Region. Sie wählen dabei selbst, ab welcher Stufe Sie etwas hören wollen (Empfehlung: ab Stufe 2), und ob Sie zusätzlich die Tagesvorschau möchten – dann sagen wir schon vorher Bescheid, wenn für den Tag eine kräftige Lage erwartet wird.

Wann kommt etwas? Wenn die Lage sich verschärft – oder wenn eine Zelle konkret auf einen Ihrer gespeicherten Orte zuzieht. Entspannung und Entwarnung laufen still. Wir wecken niemanden, um zu sagen, dass nichts mehr ist.

Was ein Push bedeutet: Irgendwo in der Region wird es ernst – nicht unbedingt bei Ihnen. Ob es Sie trifft, sehen Sie auf der Karte.

Kunden-Alarm: Im Kunden-Portal aktivieren Sie unter „Benachrichtigungen“ zusätzlich den Kunden-Alarm je Gerät – das sind die gezielten Standort- und Veranstaltungs-Alarme Ihres Kontos, mit Probe-Push zum Prüfen. Denselben Knopf erneut drücken schaltet den Push auf diesem Gerät wieder ab.

10 · Zuverlässigkeit, Quellen & Grenzen

Unsere Trefferquote (Güte)

Wir behaupten nicht einfach, gut zu sein – wir zeigen es. Jede Vorhersage wird später gegen das tatsächliche Wetter geprüft: Radar (trat der gewarnte Regen ein?), Blitzortung (Wahrheit für Gewitter, auch im Alpenraum) und Messstationen (gemessene Böen als Wahrheit für Sturm). Ein Treffer im Umkreis von etwa 25 km zählt fair mit, weil Gewitter fleckig sind.

Die Bilanz ist öffentlich unter Wie gut sind wir? (/guete) einsehbar – mit zwei Zahlen, die man nicht verwechseln darf:

  • Erkennungsrate: Anteil der tatsächlich eingetretenen Ereignisse, für die wir rechtzeitig gewarnt hatten. Hoch heißt: wir verpassen wenig.
  • Treffgenauigkeit: Anteil unserer Warnungen, der auch eintrat. Wir warnen im Zweifel lieber einmal zu viel – deshalb liegt die Treffgenauigkeit bewusst unter der Erkennung.

Dazu eine Prüf-Chronik je Tag. Einzelne Tage schwanken; frühe Läufe waren schwächer, das System lernt weiter.

Woher die Daten kommen
  • Modelle: Mehrmodell-Konsens aus zwölf Wettermodellen verschiedener Wetterdienste (über Open-Meteo).
  • Radar und Gewitterzellen: Deutscher Wetterdienst (RADOLAN, KONRAD3D, ICON-D2, MOSMIX), europäisches Verbundradar (EUMETNET OPERA), weltweit RainViewer.
  • Messwerte Österreich: GeoSphere Austria (INCA).
  • Blitze: Blitzortung.org.
  • Pegel: HND und GKD Bayern, PEGELONLINE (WSV), GeoSphere Austria, ergänzt um lokale Sensorik.

Alle Bestandteile unserer Seiten kommen vom eigenen Server; beim Aufruf gehen keine Daten an Google oder andere Dritte. Details stehen im Datenschutz · Verträge hier kündigen.

Was wir nicht können und nicht wissen
  • Keine amtliche Warnung. Wetter AI ist eine private, sorgfältig erstellte Zusatzinformation – ohne Gewähr. Im Ernstfall gelten die amtlichen Warnungen des DWD bzw. der GeoSphere Austria. Treffen Sie keine sicherheitsrelevanten Entscheidungen allein auf Basis dieser Seite.
  • Unsere Zahlen sind ein Modellkonsens. Ein Band zeigt die Spanne zwischen Modellen, keine Wahrscheinlichkeit. Und je weiter ein Tag entfernt ist, desto weniger Modelle tragen ihn – das steht an der Vorschau dabei.
  • Fehlendes zeigen wir als fehlend. Fällt eine Datenquelle aus oder sind die Daten zu alt, sagen wir das – statt stillschweigend schönes Wetter oder ein grünes „alles in Ordnung“ zu zeigen. Eine leere Karte ist bei uns nie eine Entwarnung.
  • Prognosen sind Näherungen. Zugbahnen, Ankunftszeiten und Glättestunden sind Schätzungen mit Unsicherheit – keine Zusage.
  • Alle Zeitangaben sind Ortszeit (Europe/Berlin), auf allen Seiten und in allen Mails.

System-Status: Ob alle Systeme laufen und wie aktuell die Daten sind, sehen Sie auf der Status-Seite (/status) – und als Ampel unten auf der Warnseite.

11 · Häufige Fragen

Kostet die öffentliche Warnkarte etwas?

Nein. Die öffentliche Warnlage unter /warnung ist frei zugänglich und kostenlos, ohne Anmeldung. Die Warnung selbst – Regionslage, Karte, amtliche Warnungen, ein Ort mit Mitteilung – bleibt dauerhaft kostenlos (Kapitel 8). Kostenpflichtig sind das Kunden-Portal für Betriebe und einzelne Zusatz-Bausteine. Was für Ihren Zugang gilt, steht auf Mein Zugang, die Konditionen auf /kaufen.

Wie oft wird die Vorhersage aktualisiert?

Die Warnlage wird etwa alle 10 Minuten neu berechnet; das Live-Radar aktualisiert sich etwa alle 5 Minuten. Die Karte im Zeitverlauf wird für das Heimatgebiet in jedem Lauf neu erzeugt, für die Reisegebiete halbstündlich. Der jeweilige Datenstand steht auf jeder Seite dabei.

Welches Gebiet wird abgedeckt?

Der Schwerpunkt liegt auf Südostbayern, Salzburg und Tirol – für diese Region sind Warnungen, Standort-Alarme und Hochwasser-Pegel optimiert. Die Gewitter- und Zellverfolgung deckt inzwischen ganz Bayern ab. Als Reisegebiete kommen Norditalien und die kroatische Adria dazu; der Modellvergleich funktioniert für jeden Ort in Deutschland und der Nachbarschaft.

Ich sehe „Stufe 3“, finde aber keine Fläche auf der Karte. Warum?

Eine schwere Warnstufe kann von einem einzigen, eng begrenzten Gebiet ausgehen – eine kompakte Gewitterzelle ist die Gefahr. Solche Fälle zeichnen wir als deutlich markierten Punkt mit der Beschriftung „Stufe 3 · eng“ ein, statt eine große Fläche vorzutäuschen. Umgekehrt gilt: Ein blasser Schleier ohne Umrandung ist noch keine Warnung.

Bekomme ich einen Alarm, wenn Hagel oder Rotation erkannt wird?

Als Kunde ja: In den Alarm-Einstellungen je Standort können Sie Hagel und Rotation (Mesozyklone) separat zuschalten. Auf der öffentlichen Karte werden Hagel und Rotation an den amtlichen Zellen angezeigt, wenn der DWD sie meldet.

Werde ich nachts geweckt?

Nur wenn es wirklich ernst ist. Öffentliche Warn-Mitteilungen kommen bei einer Verschärfung der Lage oder wenn eine Zelle Ihren Ort trifft – Entwarnungen laufen still. Als Kunde legen Sie zusätzlich Ruhezeiten fest; ab Stufe 3 wird trotz Ruhezeit alarmiert, damit gefährliche Lagen nicht unterdrückt werden.

Ersetzt Wetter AI die amtliche Warnung?

Nein. Wetter AI ist eine ergänzende, private Information ohne Gewähr. Maßgeblich sind immer die amtlichen Warnungen des DWD und der GeoSphere Austria – in den Reisegebieten die von Protezione Civile (Italien) und DHMZ (Kroatien).

Was passiert mit meinen Daten?

„Meine Orte“ und die gemerkten Orte im Modellvergleich bleiben auf Ihrem Gerät; sie erreichen unseren Server nur, wenn Sie den Abgleich ausdrücklich einschalten. Kundendaten (Standorte, Adressen, Quittungen) liegen geschützt auf dem Server und werden nur für Alarmierung, Nachweis und Berichte verwendet. Fragen Sie angemeldet „Frag Hans“ nach Ihren Orten, liest er die in Ihrem Konto gespeicherten Orte und gibt sie zusammen mit Ihrer Frage an den KI-Anbieter; die Antwort wird nicht gespeichert. Details stehen im Datenschutz.

Kann ich die Karte als App nutzen?

Ja. Legen Sie /warnung über das Teilen- bzw. Browser-Menü auf den Startbildschirm (siehe Kapitel 9). Danach öffnet die Karte wie eine normale App im Vollbild – und nur so kommen auf iPhone und iPad Mitteilungen an.

Wie werde ich Kunde?

Melden Sie sich für den Beta-Test unter /beta an. Wir richten Ihren Zugang ein und schicken Ihnen einen persönlichen Einladungs-Link per E-Mail.

12 · Kontakt & Beta-Test

Kontakt und Beta-Anmeldung

Fragen, Hinweise oder Interesse an einem Zugang für Ihre Gemeinde, Feuerwehr oder Ihren Betrieb? Wir freuen uns über Ihre Nachricht:

hans.schild@wetter-ai.de

Beta-Test: Jetzt dabei sein – Anmeldung über /beta. Im Gegenzug freuen wir uns über ehrliches Feedback. Was Ihr Zugang umfasst, steht auf Mein Zugang.

Was zuletzt dazugekommen ist, steht öffentlich unter „Version · Was ist neu“ ganz unten auf der Warnseite.

Wichtiger Hinweis: Wetter AI ist eine private, sorgfältig erstellte Zusatzinformation – keine amtliche Warnung und ohne Gewähr. Im Ernstfall gelten immer die amtlichen Warnungen des DWD bzw. der GeoSphere Austria.
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